Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl:
Sie haben bereits vieles ausprobiert – Diäten, Ernährungspläne, neue Vorsätze. Und trotzdem hat sich langfristig nichts wirklich verändert. Das kann frustrierend sein und Zweifel wecken. Genau hier setzt meine Arbeit an.
In Einzelberatungen, Gruppen, Kursen und meinem besonderen Jahresprogramm begleite ich Sie wertschätzend, empathisch und fachlich fundiert auf Ihrem persönlichen Weg. Dabei geht es nicht darum, Ihnen noch einen weiteren Plan vorzugeben.
Denn nachhaltige Veränderung entsteht selten durch Regeln oder reines Ernährungswissen.
Während viele Angebote vor allem auf Lebensmittelpläne und Nährstoffe fokussieren, schauen wir gemeinsam tiefer:
Wir erkunden die Muster hinter Ihrem Essverhalten, erkennen persönliche Auslöser und entwickeln neue, unterstützende Strategien.
Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist dabei:
- das Verstehen Ihrer individuellen Verhaltensmuster
- das Erkennen emotionaler oder situativer Trigger
- der Aufbau von Achtsamkeit und Selbstmitgefühl
- das Erlernen hilfreicher Strategien zur Emotionsregulation
Wenn zum Beispiel Überessen oder wiederkehrende Diätzyklen Ihr Thema sind, arbeiten wir gemeinsam daran, Ihr Essverhalten zu stabilisieren, Rückfälle zu reduzieren und den belastenden Jo-Jo-Effekt zu durchbrechen.
Statt strenger Regeln entwickeln Sie Schritt für Schritt ein gesundheitsorientiertes Verhalten, das zu Ihrem Leben passt – ohne Verbote und ohne ständigen Kampf mit sich selbst.
Dabei lernen Sie, Ihren Körper wieder besser wahrzunehmen, ihm zuzuhören und ihm mit mehr Vertrauen zu begegnen.
Denn echte Veränderung beginnt nicht mit Kontrolle –
sondern mit Verstehen, Mitgefühl und neuen Möglichkeiten im Umgang mit sich selbst.
Welche Form der Unterstützung passt am besten zu Ihnen?
Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse, Lebensumstände und Ziele. Deshalb können Sie die Begleitung wählen, die am besten zu Ihnen und Ihrem Alltag passt:
Einzelberatungen
Individuelle Unterstützung, die ganz auf Ihre persönliche Situation abgestimmt ist. Die Kosten werden von allen gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst.
Fortlaufende Gruppe
Gemeinsam statt allein: In einer wertschätzenden Gruppe treffen wir uns alle 14 Tage, um Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und Veränderungen nachhaltig zu begleiten.
10-wöchiger Kurs
Ein strukturierter Kurs, der von allen gesetzlichen Krankenkassen als Präventionskurs anerkannt ist und jedes Jahr im März startet.
12-monatiges Intensivprogramm
Ein multiprofessionelles, ganzheitliches und nachhaltiges Hochgewicht-Intensiv-Programm, das Sie über ein ganzes Jahr hinweg begleitet und echte, langfristige Veränderungen unterstützt. Das Programm startet jährlich im September.
✨ Sie entscheiden, welcher Weg sich für Sie richtig anfühlt – der erste Schritt beginnt mit Ihrer Wahl.
Am Mittwoch, 24. Februar 2027, 19 Uhr gibt es einen kostenlosen Informations-Abend über die Gruppenangebote zum Thema Hochgewicht und Gewichtsreduktion.
Mein Beratungsansatz bei Hochgewicht
-> Auf meinen Webseiten versuche ich das Wort Übergewicht zu vermeiden, da es eine Wertung enthält.
Warum reine Ernährungsaufklärung nicht ausreicht
Über Ernährung wird heute so viel aufgeklärt wie noch nie zuvor. Vom Kindergarten bis ins hohe Alter erklären Expert:innen, was „gesundes Essen“ ist und welche Lebensmittel wir wählen sollten. Die dahinterstehende Idee: Wenn Menschen wissen, was richtig ist, ändern sie automatisch ihr Essverhalten.
Doch die Realität zeigt etwas anderes.
Zwar wissen viele Menschen heute deutlich mehr über Ernährung als früher – dennoch gelingt es den meisten nicht, dauerhaft nach diesen Regeln zu essen. Für mich ist das ein klarer Hinweis darauf, dass reine Wissensvermittlung nicht ausreicht, um Essverhalten nachhaltig zu verändern.
Schon während meines Studiums der Ökotrophologie in den 1990er-Jahren gab es kritische Stimmen, die dieses Konzept infrage stellten. Ein Grundbedürfnis wie Essen allein über den Verstand steuern zu wollen, erschien vielen Wissenschaftler:innen problematisch. Auch Erkenntnisse aus der Hirnforschung bestätigen diese Skepsis: Rund 90 % unserer Essentscheidungen entstehen im Unbewussten – nicht im bewussten Denken.
Hinzu kommt, dass viele Menschen durch Ernährungsregeln eher verunsichert werden. Statt nach ihren eigenen Bedürfnissen zu essen, versuchen sie, äußeren Vorgaben zu folgen. Dieses Spannungsfeld kann problematisches Essverhalten sogar verstärken. Emotionales Essen lässt sich mit Regeln und Disziplinierungen nicht eindämmen.
Warum ich anders arbeite
Ein weiteres Problem klassischer Ernährungsberatung:
Für viele Menschen führt dauerhaft kontrolliertes und eingeschränktes Essen nicht zu weniger Gewicht, sondern häufig sogar zu mehr. Diäten lösen oft den bekannten Jo-Jo-Effekt (Weight Cycling) aus – mit negativen Folgen für Lebensqualität und Gesundheit.
Zudem zeigen wissenschaftliche Studien, dass Körpergewicht deutlich weniger Einfluss auf die Gesundheit hat, als häufig angenommen wird. Andere Faktoren spielen eine wesentlich größere Rolle – zum Beispiel der soziale Status, Stress oder das Selbstbild, das wir von uns selbst haben.
Gerade dieses Selbstbild leidet bei vielen Menschen mit höherem Körpergewicht stark. Sie erleben immer wieder Zuschreibungen wie „undiszipliniert“ oder „willensschwach“. Solche Vorwürfe erhöhen jedoch den Druck und damit auch den Stress – ein Faktor, der wiederum das Essverhalten und das Körpergewicht beeinflussen kann.
Deshalb verfolge ich in meiner Arbeit einen anderen Ansatz.
Statt Menschen zu sagen, was sie „falsch“ machen, geht es mir darum, ihnen ihre Würde zurückzugeben und sie spüren zu lassen:
Sie sind so, wie sie sind, in Ordnung.
Diese Haltung ist keine Schönfärberei – sie ist die wichtigste Voraussetzung für echte Veränderung.
Der Ansatz der Selbstbejahung
Um meine Arbeit weiter zu vertiefen, habe ich eine zweieinhalbjährige Weiterbildung im Konzept der Selbstbejahung absolviert.
Dieses von der Gesellschaft für angewandte Psychologie (GAP Marburg) entwickelte Verfahren verbindet verschiedene psychologische Ansätze. Es basiert unter anderem auf der Gesprächstherapie nach Carl Rogers und legt großen Wert auf:
- einfühlsames Verstehen
- Selbstbestimmung
- Stärkung der eigenen Handlungsmöglichkeiten
Im Mittelpunkt steht eine zentrale Haltung:
Nicht gegen sich selbst kämpfen – sondern lernen, sich selbst anzunehmen.
Viele Menschen verwenden enorme Energie darauf, ihr „So-Sein“ zu bekämpfen. Die Selbstbejahung eröffnet einen anderen Weg: einen liebevolleren und zugleich wirkungsvolleren Umgang mit sich selbst.
Stress als zentraler Einflussfaktor
Die Wissenschaft kennt heute rund hundert mögliche Gründe dafür, warum Menschen mehr wiegen als statistisch vorgesehen. Einer der wichtigsten Faktoren ist Stress.
Einige Forschende gehen sogar davon aus, dass ungesunder Stress bei einem Großteil der Betroffenen eine entscheidende Rolle spielt.
Viele Menschen kommen jedoch in meine Beratung mit einem ganz anderen Bild: Sie wurden zuvor häufig mit Vorwürfen konfrontiert – sie würden sich falsch ernähren oder zu wenig bewegen. Diese Schuldzuweisungen verstärken meist ohnehin vorhandene Selbstkritik:
„Ich bin faul.“
„Ich habe keine Disziplin.“
„Ich bin selbst schuld.“
Solche Gedanken erhöhen den inneren Druck – und damit wiederum den Stress.
Es entsteht eine Stressspirale, die Veränderungen eher verhindert als ermöglicht.
In meiner Beratung geht es deshalb zunächst darum, diese Spirale zu durchbrechen und einen neuen Blick auf sich selbst zu entwickeln.
Ein Beispiel aus der Praxis
Brigitte ist 54 Jahre alt und leidet seit vielen Jahren unter ihrem hohen Körpergewicht. Ihre Hausärztin weist sie immer wieder auf mögliche Gesundheitsrisiken hin und empfiehlt ihr schließlich eine Ernährungsberatung.
Brigitte kommt mit einer klaren Erwartung:
Sie geht davon aus, dass ich ihr erklären werde, welche Fehler sie beim Essen macht – oder vielleicht ein paar „Geheimtipps“ aus der Ernährungsforschung kenne.
Solche vermeintlichen Tricks kursieren häufig. Manche behaupten beispielsweise, bestimmte Lebensmittel könnten die Fettverbrennung stark anregen. Wissenschaftlich belegt sind solche Versprechen in der Regel nicht.
Im Erstgespräch zeigt sich schnell, dass Brigitte sehr angespannt ist.
Ihre Ernährung wirkt jedoch erstaunlich ausgewogen – und sie isst eher wenig als viel.
Statt ihren Speiseplan zu kritisieren, biete ich ihr deshalb eine andere Perspektive an:
eine wertschätzende Sicht auf ihren Körper, ihre genetische Veranlagung und ihr Essverhalten.
Brigitte reagiert zunächst mit Tränen – und anschließend mit großer Erleichterung.
Sie sagt:
„So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gehört.“
Zum ersten Mal erlebt sie ein Gespräch über ihr Gewicht ohne Vorwürfe oder Schuldzuweisungen.
Mehr Lebensfreude als Grundlage für Veränderung
Viele Menschen mit höherem Körpergewicht verbringen einen großen Teil ihres Lebens damit, gegen ihren Körper anzukämpfen. Dieser ständige innere Konflikt verstärkt jedoch häufig genau die Probleme, die sie eigentlich lösen möchten.
Wenn Menschen stattdessen Verständnis, Entlastung und Selbstmitgefühl erfahren, entsteht etwas Neues: Entspannung.
Auch bei Brigitte zeigte sich dieser Effekt. In den weiteren Sitzungen beschäftigten wir uns gemeinsam mit den Hintergründen ihres Körpergewichts – insbesondere mit dem Zusammenhang zwischen Stress und Körper.
Mit zunehmendem Verständnis ließ ihre Selbstkritik nach. Gleichzeitig entwickelte sie wieder Freude und Genuss beim Essen.
Und genau das war der entscheidende Wendepunkt:
Mehr Lebensfreude, mehr Entspannung – und daraus entstand schließlich auch eine leichte Gewichtsabnahme.
Noch wichtiger war jedoch etwas anderes:
Brigitte gewann ein neues Verhältnis zu sich selbst und zu ihrem Körper.
Mein Ziel
In meiner Arbeit geht es nicht darum, Menschen zu kontrollieren oder ihnen neue Regeln aufzuerlegen.
Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem sie:
- sich verstanden fühlen
- sich selbst neu begegnen können
- und Schritt für Schritt einen gesünderen und freundlicheren Umgang mit sich selbst entwickeln
Denn nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch Druck – sondern durch Verständnis, Selbstmitgefühl und neue Handlungsmöglichkeiten.
Meine Buchempfehlungen:
